Die Geschichte des Arbeitsspeichers

09. April 2012

In jedem modernen Computer wird heutzutage Arbeitsspeicher verwendet, ohne den ein funktionierendes System auch nicht mehr denkbar wäre.

Die ersten Entwicklungen

Früher gab es noch keinen Arbeitsspeicher im herkömmlichen Sinne. Lochkarten, Röhren oder Relais waren das Maß der Dinge und wurden grade bei den ersten Computern eingesetzt. Bevor sich ein Model durchsetzen konnte, gab es auch zahlreiche exotische Varianten. Eine von diesen Methoden war der Magnetkernspeicher. Durch seine Funktionsweise bedingt war nach jedem Lesen die Information des entsprechenden Speichers gelöscht und musste direkt neu geschrieben werden. Der Vorteil jedoch war, dass kein Strom für das Erhalten der Informationen benötigt wurde.

Der heutige Arbeitsspeicher

Erst Ende der 1970er wurde der „dynamische Arbeitsspeicher“ entwickelt, wie wir ihn in der heutige Form kennen. Die Informationen werden in einem Kondensator geschrieben und ach ein paar Millisekunden erneuert, weil die Information sonst verloren geht. Das ist auch der Grund, warum der Arbeitsspeicher immer eine gewisse Grundspannung zum Schreiben benötigt.

1980 wurde der Arbeitsspeicher wesentlich günstiger in der Produktion, da durch die „höhere Integration“ die Refreshlogik günstiger hergestellt werden konnte.

Ein interessante Fakt ist, dass trotz konstanter Weiterentwicklung sich die Zugriffszeiten aus die jeweiligen Speicherbereiche nicht verändert haben. Lediglich der Speicherplatz und der Datendurchsatz wurden gesteigert.

Virtueller Arbeitsspeicher

Trotz fortlaufender Entwicklung reicht der physikalische Arbeitsspeicher nicht aus, um die Daten und Information aller laufenden Programme zu speichern. Deswegen wurde der virtuelle Arbeitsspeicher entwickelt.

Für diesen wird ein Speicherbereich der Festplatte genommen, der den physikalischen Arbeitsspeicher erweitert. Der hinzugefügte Speicherbereich wird wie der normale Arbeitsspeicher benutzt, kommt jedoch nur zum Einsatz, wenn dieser voll ist.

Grund dafür sind die vergleichsweise langen Zugriffszeiten der Festplatte, die bei einer intensiven Nutzung des virtuellen Arbeitsspeichers dafür sorgen, dass das System unerträglich langsam arbeitet. Aber immerhin wird damit das weitere Funktionieren sichergestellt.