Was muss man beim Kauf beachten?
Der Sinn beim RAM – Kauf lässt sich im Grunde genommen ziemlich simple erklären. Selbst Menschen, die mit dem ganzen Computerjargon nicht all zu viel am Hut haben, erhalten hier in leicht verständlicher Sprache, Antworten auf wesentliche Fragen rund um den Arbeitsspeicher und dessen Kauf.
1. Was bringt ein größerer Arbeitsspeicher und wozu brauche ich mehr RAM (Random Access Memory)?
Stellen Sie sich vor, Sie könnten mit der Einnahme einer „Superpille“ ihren geistigen Horizont erweitern. Welche Vorteile hätten Sie davon?
Sie könnten alle Informationen, die in ihrem Gehirn eingehen, besser und schneller abspeichern und verarbeiten. Anforderungen und Befehle ihres Arbeitgebers leichter verstehen, entstehende Problematiken im Arbeitsverlauf schneller erfassen, dadurch effizienter reagieren und Lösungsvorschläge aufzeigen. Vermutlich würden Sie in kürzester Zeit die Karriereleiter erklimmen. Ähnlich funktioniert das mit dem Einbau von mehr RAM auch – nur besser.
Er ist ein Ort, ein Speichermodul, an dem Daten abgespeichert und gelesen werden, er fungiert als Schnittstelle zwischen dem Prozessor und anderen Datenträgern. Der Rechner erhält mehr Speicherplatz, seine Leistungsfähigkeit wird gesteigert und die Zugriffsgeschwindigkeit auf benötigte Daten oder Anwendungen beschleunigt.
Besonders empfehlenswert ist der Kauf von mehr RAM für Personen, die mit ihrem Rechner ein Computerspiel zocken, dabei ihren Lieblingssong hören und im Hintergrund ihre Hausaufgaben machen oder ein paar Bilder aus dem letzten Urlaub bearbeiten möchten.
Fazit: Je mehr RAM man einbaut, desto schneller kann gearbeitet werden, auf Wunsch auch gleichzeitig an verschiedenen Baustellen.
2. Wie viel RAM ist sinnvoll und gibt es eine optimale Speichergröße?
Das ist einer der wesentlichen Punkte, über die man sich idealerweise vor dem RAM – Kauf seine Gedanken machen sollte. In erster Linie kommt es darauf an, was Sie mit ihrem Rechner tun wollen. Fragen Sie sich: welche Programme und Anwendungen von Ihnen in erster Linie genutzt werden? Möchten Sie häufig mehrere Optionen zeitgleich nutzen? Und mit welchem Betriebssystem läuft der Rechner? Alles braucht Speicherplatz.
Je mehr Sie tun möchten, desto mehr „Ablageraum“ wird benötigt. Die Frage nach dem Betriebssystem wird oft unterschätzt, und mit wenig Aufmerksamkeit behandelt, dabei spielt seine Wahl eine nicht unerhebliche Rolle. Bei dem Speicherplatz, den das Betriebssystem in Anspruch nimmt, handelt es sich um ein Mindestmaß, das in jedem Fall schon mal gebraucht wird. Bei dem Betriebssystem Windows 7 mit der 32-Bit-Version wird 1GB Speicherplatz fällig, und unter der 64-Bit-Version sogar gute 2GB.
Zwar kein Grund zur Sorge, aber Beachtung finden sollte es bei der Berechnung dennoch. Die so häufig gestellte Frage, nach einer optimalen Speichergröße, lässt sich pauschal nur schwierig beantworten, da es natürlich von Nutzer zu Nutzer variiert. Trotzdem würde ich in der heutigen Zeit einen 4GB-Speicher als mindest Standard anraten. Bei Nutzern, die zudem mit ihrem Rechner Spiele zocken möchten, dürfen auch gerne 8GB-Speicher überschritten werden. Fazit: Speicherplatz nachrüsten lohnt sich immer!
3. Welchen RAM – Typ benötige ich für meinen Rechner und wie viel darf ich davon einbauen?
Auf dem Arbeitsspeicher werden alle Anwendungen ausgeführt, die just in diesem Moment genutzt werden und die dazugehörigen benötigten Daten erhalten. Somit ist er ein fester Bestandteil der Zentraleinheit, der einen Einfluss auf die Datenübertragungsrate nimmt. Der eingebaute RAM-Typ muss von seiner Bauart, Form und Größe her vom Motherboard unterstützt werden und zum Hersteller passen. Keinesfalls darf beim Einbau Gewalt ausgeübt werden, oder die vom Mainboard unterstützende Grenze überschritten werden.
Der RAM-Takt und der CPU-Takt (central processing unit) sollten über den FSB (Front Side Bus) immer im Einklang laufen. Sie sind Teil der zentralen Verarbeitungseinheit (ZVE) eines jeden Computers und sind zur Ausführung befähigt. Im Prinzip verhält es sich damit genauso wie einer Autoreparatur: Wenn der Mechaniker die falsche, vielleicht preiswertere Variante der Einspritzdüse einbaut, läuft der Motor nachher auch nicht wirklich rund.
Fazit: Beim RAM-Kauf nicht am falschen Ende sparen! Häufig werden Leistungen versprochen, die nicht eingehalten werden. Die heutzutage verbauten Speichermodule unterscheiden sich in verschiedene RAM-Typen. In der Regel kommen dabei sogenannte Dimms mit SD, DDR, DDR2 oder DDR3 RAMs zur Verwendung. Um herauszufinden, welcher RAM-Typ vom heimischen Motherboard unterstützt wird, lohnt sich entweder der Blick ins Handbuch, oder auch auf die Internetseite des jeweiligen Herstellers.
Dort lassen sich häufig passende Tools finden, die einem den passenden RAM-Typ verraten. Sollte das alles nicht zum gewünschten Erfolg führen, hilft nur eins: Aufschrauben und Nachschauen, aber bitte nur für Geübte oder Handbucheingelesene!
4. Wo kauft man Arbeitsspeicher und wie baut man das neue Speichermodul ein?
Am besten schaut man sich für den RAM-Kauf auf verschiedenen Internetseiten der Hersteller um, und nutzt die dort erworbenen Informationen zum direkten Preisvergleich zum Beispiel über www.amazon.de. Aber auch in diversen anderen Internetshops finden sich unzählige Angebote rund um den Einkauf von Speichermodulen.
Allerdings empfiehlt es sich hier besonders, ein Speichermodul von einem bereits bekannteren Hersteller einzukaufen und von No-Name Produkten die Finger zu lassen, da das Preisleistungsverhältnis hier bereits in der Vergangenheit oft ins Schwanken gekommen ist. Natürlich gibt es aber auch Ausnahmen!
Der Einbau eines Arbeitsspeicher ist, wenn man einen IT-Kenner fragt, natürlich kinderleicht. Wenn man in diesem Punkt aber zu der Gruppe der Laien zählt, sollte man entweder die Hilfe eines befreundeten IT-Experten zu Hilfe nehmen oder sich zumindest vorab mit dem Lesen eines IT – Handbuches beschäftigen.
Ein wenig handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl sollten jedoch vorhanden sein, um keinen größeren Schaden anzurichten. Als besonderen Tipp rund um das Thema „Einbau von Arbeitsspeicher“ lohnt sich der Blick ins IT-Handbuch für Fachinformatiker unter www.galileocomputing.de. Einfach online lesen und gleich loslegen mit dem RAM – Einbau.